Bücher: Januar

Bücher. Kaum etwas verrät so schnell so viel über einen Menschen, wie die Bücher die er liest. Kaum etwas schafft es, mir eine fremde Person schneller sympathisch zu machen. Kaum etwas bietet mehr Stoff für angeregte Gespräche. Kaum etwas hat mehr Potenzial einen Menschen nachhaltig zu verändern. Ich liebe Worte auf Papier.
Mein Start ins Jahr 2017 in Büchern.

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Die schlechtesten Anmachsprüche der Welt II

Manchmal muss man Sachen tun, die man nicht tun will. Direkt nach Neujahr ins Fitnessstudio gehen, zum Beispiel. Wenn es dort so voll und gedrängt ist, wie um 2 Uhr in der Rosenau. Sich an die verdammte Hausarbeit setzen, obwohl man nach der letzten Folge „Black Mirror“ eigentlich zwei Wochen Psychotherapie nötig hätte. Bei Eiseskälte weiter beknackte Anmachsprüche am Weihnachtsmarkt ausprobieren, obwohl bisher jede Situation peinlicher als die vorherige war. Oh well, here we go.

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This hard gemlike flame

Ich würde hier gerne ab und zu Gedanken, meist in Form von Zitaten, teilen, die mich in der Vergangenheit erreicht haben, die mich beschäftigt, verändert und geprägt haben. Und sei es nur für einen gewissen Zeitraum. Nur bringt das so viel? Mit mir selbst muss ich sie nicht mehr teilen, nur für mich selbst müsste ich sie hier nicht aufschreiben. Ich würde es für die tun, die diesen Blog lesen. Aber wie viele der Leser würde der Gedanke letztendlich wirklich erreichen? In wie vielen würde er wirklich resonieren, wie er es in mir hat? Wir stolpern doch täglich über kluge Zitate von klugen Personen; mich würde eine Statistik interessieren, wie viele Sprüche, meist von Anführungszeichen umgeben und vor einen Sonnenuntergang gephotoshopt, allein täglich auf Facebook und Instagram geteilt werden und von uns im Newsfeed gelesen und wieder vergessen werden.

Damit ein Gedanke uns wirklich erreicht, wir ihn des darüber Nachdenkens wert erachten und ihm die Möglichkeit geben uns nachhaltig ein ganz kleines Stück zu verändern, müssen wir in einer jeweils genau passenden Verfassung sein. Im passenden Lebensabschnitt, der passenden Stimmung, müssen uns eventuell schon davor mal mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Ähnlich wie das Saatkorn in der Erde, das nur wachsen kann, wenn alle Begebenheiten für den Samen genau stimmig sind. In verdorrter Erde, im falschen Klima, zur falschen Jahreszeit, hat selbst das stärkste Korn nicht den Hauch einer Chance zu erblühen. Mich würde interessieren, der wievielte ich wohl bin, der diese Metapher in eigene Worte kleidet.
Und selbst wenn die Startbedingungen gegeben sind, der Samen zu Blühen beginnt, kann es immer noch passieren, dass er auf einer Wiese voll hungriger Schafe wächst. Das Saatkorn zwar unter der Erde das Wachsen beginnt, doch abgegrast und vernichtet wird, sobald es an die Oberfläche tritt. Wie oft hattet ihr schon den Plan etwas an euch zu ändern, wie oft ist ein Gedanke in euch wohl gereift, nur um von den Leuten um euch gnadenlos zerrissen zu werden, sobald ihr den Gedanken, eure Überlegungen, hinaus in die Öffentlichkeit getragen habt? Sei es der Freundeskreis, seien es Eltern, seien es Fremde, die euch eigentlich komplett egal sein sollten. Soziale Normen und die Meinung der anderen, Feststehendes innerhalb eurer sozialen Gruppen haben haben den Gedanken sofort wieder abgetötet, sobald er an die Oberfläche wollte. Rasch wieder verworfen und aufgegeben, sich noch eine Zeit lang fragend, ob man es nicht doch hätte probieren sollen, aber bald vergessen.

Letztendlich muss der Gedanke aber wohl kaum das Potential haben, in jedem Einzelnen etwas verändern zu können, nur um geteilt werden zu dürfen. Wer in seiner momentanen Lage nichts damit anfangen kann, kann ihn ja einfach wieder vergessen. Und wenn er unter den dutzenden Leuten die das hier lesen, auch nur Einem weiter hilft, ist das ja schon schön. Momentan denk ich mir hier schließlich täglich irgendeinen Quatsch aus, am nächsten Tag ist dann wieder für alle anderen etwas dabei. Also genug philosophiert. Just do it, Lukas!


Zitate die uns erklären wollen, was Erfolg im Leben bedeutet gibt es viele. Und fast alle stimmen irgendwo. Einerseits, weil jeder Erfolg für sich anders definiert, aber auch, weil jeder für sich Erfolg nicht nur auf einer Schiene, in einem Teil seines Lebens, sondern in ganz vielen erreichen kann. Eine Definition von Erfolg, die ich gerne dauerhaft in meinem Leben erreichen möchte, ist folgende:

“To burn always with this hard gemlike flame, to maintain this ecstasy, is success in life.”

– Walter Pater

Ich bin mir nicht sicher, ob Walter Pater damit das ausdrücken wollte, was ich verstanden habe. Aber für mich dreht sich dieser Gedanke um Motivation und Antrieb, denn in diesem Kontext hab ich ihn zum ersten Mal gelesen. The Motivation Hacker heißt das Buch von Nick Winter, das von diesem Satz eingeleitet wird, welcher wiederum mich dazu gebracht hat das Buch für die nächsten Stunden nicht mehr aus der Hand zu legen. Nick Winter legt in dieser kurzen Lektüre seine Sicht auf Themen wie Disziplin und Willensstärke dar (Beides gibt es eigentlich gar nicht, letztendlich dreht sich alles nur um Motivation, Dinge zu tun) und schildert seine persönliche Geschichte, wie er es geschafft hat in drei Monaten alle 17 Ziele, die er sich vorgenommen hatte auch zu erreichen. Ich könnte hier noch lang über das Buch schreiben, über ähnliche Bücher, über kurz- vs. langfristige Ziele, bzw. kurz- vs. langfristige Befriedigung und warum ich persönlich mittlerweile immer mehr versuche, meine Freude aus letzterer zu ziehen, aber dann würde dieser Blogpost alle Rahmen sprengen.

Jeder kennt diese Morgende an denen man mit dem ersten Klingeln des Weckers aufsteht und mit Euphorie seinen Tag beginnen möchte, weil man sich auf den Tag freut oder weil man einfach genau vor Augen hat was man heute machen und erreichen möchte. Um genau dieses Gefühl geht es für mich in diesem Zitat. Und genau dieses Gefühl möchte ich so häufig wie möglich haben. Genau dieses Gefühl, diese Flamme tagtäglich in mir zu tragen stellt für mich, zumindest in meinem momentanen Lebensabschnitt, eine Form riesigen Erfolgs dar, den ich in meinem Leben haben, bzw. erreichen möchte. Ich freue mich über jeden Morgen, an dem ich dieses Gefühl verspüre. Es täglich zu schaffen, seinen persönlichen (noch so kleinen) Zielen ein klitzekleines Stück näher zu kommen, sich zu der Arbeit, die jedes der Ziele erfordert motivieren zu können, das ist für mich momentan Erfolg. Wunderschöner Erfolg.
In den letzten Monaten hat mich dieses Zitat oft beschäftigt. Und meine Sicht auf alltägliche Dinge geändert.

Yoga

Rocky HeronsSo heißt die schmale Gestalt auf dem breiten Bildschirm, für die ich mein heutiges Training für 30 Minuten unterbreche. Laut Kurs-Beschreibung trainieren wir inmitten der „Schönheit der Vasquez Rocks“. Ich mache Yoga. Zum ersten Mal. Rocky Herons Übungen sollen mich „beflügen und von innen heraus stärken“. Ich bin gespannt.

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Der Junge mit dem Tiger

Wer bemitleidenswerter Besitzer meiner Handynummer ist, kennt sehr wahrscheinlich bereits meine Leidenschaft für einen gewissen Comic. Es war das Jahr 1985, als Bill Watterson seinen ersten Calvin and Hobbes Cartoon in einer Zeitung veröffentlichte und den Startschuss für das Abenteuer der zwei meiner Meinung nach genialsten Comic-Charaktere aller Zeiten gab.

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Caro nostra mortalis

Unser sterblicher Körper

Wachsend, verändernd, ein Zeichen der Reife,
Im Gleichschritt des Geistes, geformt um zu zeigen,
Was wichtig, was gut und was schön für uns ist,
Die Flagge der Seele, nach außen gehisst.