2€ pro Tag – Mittwoch

Einleitung
Montag
Dienstag


Mein Freund Hannes hängt gerade in Norwegen an Stränden wie dem im Titelbild rum. Ich esse währenddessen lauwarme Eier mit labbrigem Toast. Unfair. Mitleid bekomme ich keins von ihm. Er dafür von mir Credit für obiges Titelbild.

Heute gab’s Reis zum Frühstück. Klingt erstmal nach purer Verzweiflung und einem stummen Hilferuf meinerseits, war aber in Kombination mit weichen Eiern und Spinat das bisher geilste Frühstück der Woche. Alles in eine Schüssel und Hot Sauce drüber – schmeckt genial und man hat morgens direkt was echt nahrhaftes und lang sättigendes zu sich genommen. Das „Rezept“ hab ich von budgetbytes.com. Von ihr hab ich auch gelernt meine Eier immer perfekt weich zu kochen: Einen kleinen Topf nur einen Zentimeter hoch mit Wasser füllen, das aufkochen lassen und die Eiern hinein geben. Mit Deckel drauf die Eier genau sechs Minuten im entstehenden Dampfbad garen und sie werden immer on point – zumindest bei mir bisher. 🙂

Wie gesagt hat das dann auch relativ lange gesättigt. Bevor ich nachmittags zu einer kleinen Longboard-Tour aufgebrochen bin, gab’s lediglich noch zwei Erdnussbuttertoasts. Hab kurz überlegt hier ein Bild davon einzufügen, aber wie zwei Toasts mit Erdnussbutter aussehen, kann sich dann glaub ich doch noch jeder vorstellen.

Die kleine Tour gabs von Bischofsgrün nach Bad Berneck. 12km durchgehend bergab rollen, auf einem Radweg neben der Landstraße. Bei strahlender Sonne und wunderschöner Natur um uns definitiv ein Highlight diese Woche.

cruisin' #longboarding #longboard #skate #skating #sun #sunny #nature #skateboard #trip #afternoon #summer #cruising

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Da es direkt anschließend abends noch feiern ging, war nur Zeit für zwei Bananen davor (auch hier kein Bild – ihr schafft das!). Damit habe ich noch drei für die restliche Woche…

Beim Feiern im (übrigens ziemlich bescheidenen) neuen Mia Club kam dann doch der große Hunger. Meine Kollegen haben Mitleid bekommen und für eine Falafel für mich zusammengelegt. Liebe an alle!

So weit, so satt. Zum Abschluss des Tages noch ein Zitat von meinem Liebling Oscar Wilde.

Fashion is a form of ugliness so intolerable that we have to alter it every six months.

2€ pro Tag – Dienstag

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Montag


Was ich nicht gefunden habe: Ein besseres Rezept für Haferbrei
Was ich gefunden habe: Meine Freundin, die seit gestern wieder in Bayreuth ist und einen fantastischen Haferbrei macht

Während ich gestern noch Pappe zum Frühstück hatte, hab ich heute auf einmal eine Schüssel mit einem warmen, süßen Brei vor mir, der super satt macht. Könnte ich jeden Tag essen.

Mittags gab’s nichts Spannendes. Zwei Eier, Spinat, dazu Toast (mit Senf darauf…). Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine – Check. Die einfachsten Gerichte sind manchmal doch die besten.

Mir ist nochmal aufgefallen, dass ich natürlich schon einen ziemlichen Vorteil durch meine WG Küche habe. Öl, Gewürze und sogar Sachen wie Chili Sauce, Senf, Backutensilien (s. oben: Kokosflocken) sind immer vorhanden und ich kann sie mit gutem Gewissen nutzen. Andererseits würden all diese Sachen die täglichen Ausgaben ja wirklich nur minimal erhöhen, wenn man sie auf den Tag runter rechnet. Trotzdem, hätte ich die Sachen nicht zu Verfügung und nicht gekauft, wäre das Experiment um einiges nerviger – die Mahlzeiten würden wirklich nach nichts schmecken. Vermutlich hätte ich dann auf die Erdnussbutter verzichtet und lediglich eine Chili Sauce gekauft. Die dann über alles drüber. Schmeckt dann zwar alles gleich, aber wenigstens alles gleich mäßig gut.

Überrascht hat mich auch, dass ich den Tag über mit nur drei regulären Mahlzeiten ausgekommen bin, trotz zwei Stunden anstrengendem Basketball. Die fünf Popcorn, die ich meiner Freundin abends im Kino geklaut habe, sollten da nicht viel ausgemacht haben.

Von gestern waren noch Reis & Bohnen übrig – Abendessen, Ahoy. War zum Glück noch ne ordentliche Portion.

Insgesamt echt kein schlechter Tag. Was ich auch merke: Je kleiner das Budget für Lebensmittel, desto weniger Zeit verbringt man vor dem Herd. Die Gerichte die ich jetzt koche sind selbstverständlich super einfach und unkompliziert. Ich merke, dass ich Zeit spare. Und irgendwie ist es auch angenehm, mir keine Gedanken darüber machen zu müssen, was ich jetzt koche und wie ich es zubereite. Ich schau auf meinen Couchtisch, sehe die paar basic Lebensmittel die ich für die Woche noch hab und schmeiße sie in einer von gefühlt nur zehn Kombinationen zusammen. Abgesehen von der Kochzeit für Nudeln und Reis, steht nach fünf Minuten irgendwas auf dem Tisch, was dank dem WG Haushalt an Gewürzen auch schmeckt.
Fast alle großen Entscheidungen rund ums Essen und die Mahlzeiten fallen weg und schaffen im Kopf so Raum für andere wichtige Entscheidungen. Ist euch mal aufgefallen, dass Steve Jobs (R.I.P.) und Mark Zuckerberg immer die gleichen Klamotten tragen, jeden Tag? Die machen das aus genau diesem Grund – um sich nicht früh schon über solch banalen Dinge den Kopf zerbrechen zu müssen, wenn sie später am Tag doch viel wichtigere Entscheidungen zu treffen habe. Nicht dass ich irgendwelche wichtigen Entscheidungen zu treffen hätte, versteht sich. Aber es ist doch sehr beruhigend zu wissen, dass, falls ich eines Tages doch mal ein geniales Start-Up gründe, ich bereits die passende Ernährung für mich entdeckt habe.

2€ pro Tag – Montag

Einleitung


Das erste Mal Hunger bekomme ich aus irgendwelchen Gründen erst um 14 Uhr. Ganz cool, wenn das jeden Tag so ist, reicht das Essen locker. Andererseits, so wie ich mich kenne schaff ich es trotzdem, bis zum Schlafengehen noch mindestens 5 Mahlzeiten zu vernichten.

Ich hab mal mit Haferbrei (cooler: „Oatmeal“) angefangen. Irgendwie eklig, so nur mit Wasser in der Mikrowelle und bisschen Banane drin. Ich hab Freunde, die essen das jeden Tag. Wie geht das? Hat jemand ein gutes Rezept für mich? Mein Brei schmeckt nach aufgeweichter Pappe. Nicht mal Zimt und die tollen Chia Samen, die ich noch in einem Karton gefunden habe können da was dran ändern. Dafür macht er aber wenigstens satt wie sonst was und ich hab ein gutes Gewissen was die Fitnessernährung anbelangt.

Mittagessen (um 17 Uhr…)  ist dagegen bombe. Letztendlich gibt es zwar nur Spaghetti mit Tomatensauce, aber da wir in der WG immer Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Essig und Zucker vorrätig haben wird das Essen zumindest geschmacklich echt ein Highlight. Ohne Witz, die Sauce war locker in den Top 3 meiner jemals gekochten Tomatensaucen. Keine Ahnung ob du das hier liest, Marisa, aber deine Kochtipps helfen mir heute noch.

Nach 2 Erdnussbuttertoasts (Kalorien, yeah!) zwischendurch, gibt’s um 24 Uhr, nach dem Training, die letzte Mahlzeit – Bohnen mit Reis. Klingt langweilig, gibt’s bei mir aber, auch wenn ich mehr Geld ausgeben darf, regelmäßig. Bohnen etwas mit Zwiebeln und Gewürzen angebraten, Hot Sauce über alles und es schmeckt. Ich vermisse allerdings Broccoli dazu. Ich hätte Broccoli kaufen sollen…

„Dieser Junge wurde breit, durch Bohnen mit Reis“

Wenn ich mal T-Shirts mache, wird das der erste Spruch darauf.

Hab leider nicht dran gedacht, von jeder Mahlzeit ein Foto zu machen. Nur von der Frühstückspappe. Morgen gibt’s dann auch vom Rest Bilder. Bisher sehe ich übrigens echt nicht, wie ich mit den Lebensmitteln nicht eine Woche durchhalten sollte, selbst bei meinem Kalorienumsatz… Ist gesund essen für 2€ am Tag so leicht?

Essen für 2€ pro Tag

Elon Musk, der Gründer von PayPal, Tesla, Space X und anderen Firmen, zog Ende der 90er Jahre von Kanada in die USA. Nach eigener Aussage hat er sich dort für eine ganze Zeit von gerade mal 1$ pro Tag ernährt.

In America it’s pretty easy to keep yourself alive. So my threshold for existing was pretty low. I figured I could be in some dingy apartment with my computer and be okay, and not starve.

In fact, when I first came to North America — I was in Canada when I was 17 — and just to sort of see what it takes to live, I tried to live on $1 a day, which I was able to do. You sort of just buy food in bulk at the supermarket … I was like, „Oh, okay. If I can live for a dollar a day — at least from a food-cost standpoint — it’s pretty easy to earn $30 in a month, so I’ll probably be okay.

Ich hab das gelesen und dachte mir, das sollte doch machbar sein. Wenn man die Inflation berücksichtigt und anschließend Dollar in Euro umwandelt, kommt man bei etwas unter 2€ heraus. Das wären 14€ pro Woche, bzw. 60€ pro Monat. Essen für nur 60€ im Monat, das klingt in der Theorie schon geil. Aber ob es auch erträglich ist? Ich will das mal ausprobieren, klingt für mich nämlich nach Spaß. 🙂

  • Ich werde das Ganze vorerst für eine Woche probieren, danach kann ich ja beliebig verlängern.
  • Gerade weil ich trotzdem weiterhin täglich Sport machen möchte, soll das hier auf keinen Fall eine Diät werden. Ich will weiterhin meine Kalorien und mein Eiweiß jeden Tag.
  • Zusätzlich zu den Lebensmitteln für 14€ werde ich einige Sachen benutzen, die wir immer in der WG in großen Mengen vorrätig haben und gemeinsam benutzen: Öl, Butter, Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze, Hot Sauce zum Schärfen.

 


Der Einkauf

Wenn man sich für 2€ am Tag ausgewogen und reichhaltig ernähren will, fallen schöne Supermärkte wie Rewe und Edeka leider raus. Also auf zum Discounter. Ich persönlich steh ja ziemlich auf Aldi. Einkaufswagen geholt und los geht’s.

Nahaufnahme vom Einkauf: siehe unten

Schön: Irgendwie muss ich gar nicht groß anders einkaufen als sonst. All die Basics die ich sonst kaufe, kaufe ich jetzt auch. Der Einkauf ist eben nur sehr… reduziert.
Nicht schön: Ich bin am Ende 70ct über den 14€. Das ärgert mich, ich lass es mir aber durchgehen, da ich mit Eiern aus Bodenhaltung statt Freilaufhaltung noch im Budget gewesen wäre.

Was habe ich gekauft? Mit Reis, Spaghetti Haferflocken und Vollkorntoast sind die Kohlenhydrate für eine Woche locker gedeckt. Kartoffeln gab es beim Aldi gerade keine billigen, ansonsten wären die noch eine super Alternative gewesen. Bei Edeka gibt es öfters mal den 2kg Sack für einen Euro…

Mein Einkauf. Die 70ct zuviel ärgern mich jetzt noch.

Bohnen und Linsen sind billig und stellen hochwertiges Eiweiß zur Verfügung. Außerdem sind rote Linsen verdammt lecker. Dazu kommen noch zwei tierische Produkte, die ich mir erlaubt habe: Magerquark und Eier. Einerseits für zusätzliches Eiweiß für den Sport, andererseits, weil Magerquark einfach so verdammt satt macht. Also wenn man ihn runter bekommt. Eier lassen sich super in Nudeln oder gebratenen Reis schlagen. Tomaten, Spinat, Suppengemüse und Bananen sollen die Vitamine abdecken und Geschmack liefern, Erdnussbutter bringt gutes Fett und weiteres Eiweiß. Auf letztere hätte ich auch verzichten können, vor allem da sie mit 1,79€ sogar das Teuerste ist. Aber ich kenne einige nette Rezepte mit Erdnussbutter und auf Toast ist sie immer noch nahrhafter als Nutella, Marmelade oder sonst was.

Eigentlich habe ich damit genug gesunde Kalorien für eine Woche. Hungern sollte ich nicht, Sport sollte auch drin sein. Skeptisch bin ich nur, ob meine Kochkünste auch ausreichen, um das Ganze eine Woche lang auch halbwegs lecker zu gestalten. Während ich mir ums Mittag- und Abendessen mit einfachen Nudel- und Reisgerichten wenig Sorgen mache, hab ich etwas Angst vor sieben Tagen lang Haferbrei mit Banane zum Frühstück. Ich kenn viele, die da drauf stehen, ich gehöre aber eigentlich nicht dazu. Aber ein billigeres und nahrhafteres Frühstück gibt’s wohl kaum, also Augen zu und durch. Wenn es gar nicht mehr geht, gibt’s notfalls ja immer noch Eier.

Lang überlegt habe ich, ob ich kostenloses Essen, das z.B. bei Foodsharing angeboten wird holen und verwenden soll. Ich denke, dass ich das tun werde – da ich nichts dafür zahle, bricht es wohl kaum irgendeine Regel. Aber erstmal abwarten, ob sich die Möglichkeit überhaupt ergibt. Jeden Abend bei meiner Freundin essen, nur weil es da kostenlos ist, ist aber natürlich nicht drin. 🙂

Auf in die Woche…

Ultimate Nachos

Okay, das hier ist so ungefähr der geilste Scheiß der Welt. Und dieser geilste Scheiß der Welt braucht in meiner faulen Variante maximal 10 Minuten Arbeit. Diese Nachos sind ohne Witz das absolut perfekte Essen wenn man Besuch von Freunden hat. Die ganze Portion in die Mitte des Tisches stellen und alle können zugreifen. Oder so wie ich die ganze Menge allein essen, anschließend in ein Koma auf dem Sofa fallen und es zwei Stunden lang bereuen. Hab ich schon erwähnt, dass dieses ultimativ schnelle Essen nur ungefähr 2€ pro Person kostet? Los geht’s!

Was du einkaufen musst (für 2-3 Personen)

eine Tüte Nachos
eine Zwiebel
passierte Tomaten (350ml)
eingelegte Jalapenos
eine Packung geriebener Käse
zwei große Tomaten
je nach Geschmack noch Mais/schwarze Oliven/Frühlingszwiebeln
ggf. Sambal Oelek
Salz/Pfeffer/Paprikapulver/Chiliflocken/Olivenöl
Dazu: Guacamole oder Sour Cream

Wie du es machen musst

Ofen auf 200° vorheizen. Tomaten und Zwiebel klein schneiden. Jalapenos aus dem Glas nehmen und klein schneiden. Mais abwaschen, im Falle von Oliven diese klein schneiden. Die Zwiebeln in einen kleinen Topf und glasig braten. Dann die passierten Tomaten dazu. Die Soße würzen und wer es, wie ich, scharf mag, gibt noch Sambal Oelek oder sowas in die Richtung dazu. Das ganze gut verrühren und kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen.
So. Jetzt geht’s an die Nachos. Man kann das Ganze auf einem Backblech machen. Wer allerdings wie ich in einer WG wohnt, findet das WG-Backblech vielleicht auch etwas zu eklig um darauf solches Essen zu machen. Alternative? Gibt es! Einfach alles in eine große Pfanne! Unten erstmal eine große Schicht Nachos. Dann eine Schicht vom Rest darüber, also Soße, Tomaten/Mais/Oliven/Jalapenos und Käse. Von allem so etwa die Hälfte, denn jetzt kommt noch einmal eine Schicht Nachos und dann noch eine letzte Schicht vom ganzen Rest. Oben drauf schön viel Käse. Die Pfanne dann in den heißen Ofen stellen, bis der Käse geschmolzen ist, circa zehn Minuten. Am Ende noch Petersilie oder Koriander darüber, je nachdem was man mag. Dazu dann auf jeden Fall auch noch Guacamole oder Sour Cream reichen.

Eignet sich auch super als schnelles Mittag- oder Abendessen. Die Nachos machen übrigens unglaublich satt. Überschätzt euch nicht. Und jetzt: Gönnt euch!

Zigarettensohn

„Haste ma‘ ne Kippe?“, stoße und nuschele ich den Typ neben mir an. Er blickt verstört von seinem Handy auf, als sei ich nicht ganz richtig im Kopf. Erst als er mich unter der grauen Kapuze erkennt, klärt sich sein Gesicht auf. „Mensch Tom, bist du das? Warum fragst du sowas überhaupt? Bist du betrunken? Du solltest wirklich aufhören, Tom.“ Ich schnaube nur genervt und drehe mich weg. Überlege kurz etwas Bissiges zu entgegnen, gehe dann aber weiter. Ich schwanke leicht. Klar war ich betrunken, es ist Freitag und nüchtern hätte ich ihn wohl kaum nach einer Kippe gefragt. Wer war an einem Freitag Abend nicht betrunken? Ich brauchte wirklich eine Zigarette. Warum hatte ich nur meine Packung daheim vergessen?
Natürlich war es sinnlos gewesen, den Typ neben dem Eingang des Pubs nach einer Kippe zu fragen. Niemand rauchte mehr. Also außer mir. Schon seit Jahren nicht mehr. Der Gesundheitswahn der letzten Jahrzehnte hatte nach und nach jeden Menschen dazu bewegt, die ungesunde Gewohnheit aufzugeben. Wirklich jeden. Außer mich. Die konnten mich mal. Auch wenn ich mittlerweile durch meine Sturheit eine unangenehme Berühmtheit erlangt hatte. ‚Rauch-Arsch‘ wurde mir manchmal hinterher gerufen, wenn ich qualmend an einer Bushaltestelle vorbeiging und alle demonstrativ das Husten anfingen. Oder ‚Stummelspasti‘. Bei den Jugendlichen war ‚Zigarettensohn‘ gerade sehr beliebt.
Aber es störte mich nicht. Zumindest nicht so sehr wie die Anzeigen und Werbetafeln. Nachdem ich die einzige noch rauchende Person auf der Welt war, wurden Anti-Rauch Kampagnen auf einmal ziemlich persönlich. „Was ist schwarz und bringt sieben Jahre Pech mit sich? Deine Lunge, Tom!“, musste ich jeden Tag auf dem großen Werbeplakat vor meiner S-Bahn-Haltestelle lesen. Alle wollten mich auf einmal mit Gewalt von meinen Zigaretten wegbringen. Nicht mit mir.
Ich schwanke an meinem Stamm-Döner vorbei. „Ey Tom!“, brüllt mir ein Typ in blauem Hemd von der anderen Straßenseite entgegen. „Kriegste eigentlich noch einen hoch, du Rauch-Arsch?!“ Ich ignoriere ihn.
Endlich komme ich zu einem Zigarettenautomat. Ich kaufe direkt zwei Packungen, auf Vorrat. Zigarettenautomaten sind rar geworden. Die Schachteln fallen in den Ausgabeschacht und ich nehme sie in die Hand. „Rauchen schadet deiner zukünftigen Familie, Tom“, lese ich den Warnhinweis auf der einen. „Rauchend wirst du nie eine Frau abbekommen, Tom“ auf der anderen.
Warum hatte ich nur meine scheiß Kippen daheim vergessen.

Linsen-Räuchertofu-Burger

Burger sind, hmm, so mindestens in den Top 5 meiner Lieblingsgerichte. Vielleicht sogar in den Top 3. In Bayreuth gibt’s nur leider kaum gute vegetarische/vegane Burger, selber machen ist also angesagt. Und wenn ich Burger mache, dürfen sie weder aufwendig sein, noch zig exotische Zutaten enthalten. Was ein Glück aber auch, dass dieses Rezept schneller als eine Tiefkühlpizza geht und ich meistens alles dafür Zuhause habe.

Was du einkaufen musst (für 2 Personen)

Linsen, ich habe rote genommen (350 g)
Räuchertofu (200 g)
Burgerbrötchen
eine Paprika
eine Knoblauchzehe
eine Zwiebel
Senf (1 Tl)
Semmelbrösel (60 g)
Oregano (1/2 Tl)
Paprika (1/2 EL)
Salz/Pfeffer/Olivenöl
weiterer Belag

Wie du es machen musst

Räuchertofu mit einer Gabel zerdrücken. Zwiebel und Knoblauch klein schneiden. Zusammen mit den Linsen, dem Senf, den Semmelbröseln und den Gewürzen mischen und zu einer Masse kneten. Abschließend noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Runde Patties formen und in Olivenöl von beiden Seiten gleichmäßig braten.

Die Paprika finde ich weich gebraten genial dazu. In große Scheiben schneiden, dann mit etwas Wasser in der Pfanne mit Deckel drauf ordentlich weich kochen. Wenn das Wasser verdampft ist, nochmal mit Olivenöl, Salz und Pfeffer anbraten.

Burgerbrötchen in Ofen oder Pfanne kurz anrösten. Paprika auf dem Burger unter das Patty legen.

Dazu kommt, worauf ihr gerade Lust habt: Salat, Tomaten, Gurken, Cheddar, Mayo,… Gönnt euch! Dazu passt auch gut Sour Cream mit Schnittlauch!

 ©RMFdesignz

Bananen-Pancakes

Eigentlich stand ich mit Pfannkuchen auf dem Kriegsfuß, seit ich von daheim ausgezogen bin. Ich konnte nämlich eínfach kein veganes Rezept finden, dass mir in der Pfanne nicht sofort angebrannt ist, oder total matschig wurde. Jetzt habe ich eins gefunden. Heeeeey!

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Süchtig nach Newsfeeds

Wären wir ehrlich mit uns, würden denke ich die meisten zugeben, dass ihnen Facebook, Instagram, Twitter & Co. täglich mehr Zeit rauben, als es ihnen lieb ist. Dass die sozialen Medien uns teilweise schlimmer abhängig machen als chemische Drogen vom Berliner Kotti, haben wir fast alle schon irgendwann mal für uns festellen müssen. Ich habe heute erfahren, dass meine vagen Überlegungen, warum das so ist, nicht ganz richtig waren.

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