Eine Liebeserklärung an das Lesen

Walter Moers könnte der ein oder andere vielleicht als den Autor von „Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär“ kennen. Der gute Mann hat den blauen Seebären nämlich erfunden. Doch während die Geschichten rund um den Opa und seine drei Enkel zwar vielleicht Moers bekanntestes Werk sind, ist vor genau zehn Jahren sein meiner Meinung nach bester Roman erschienen.


Es ist die größte und schönste Liebeserklärung an das Lesen und die Literatur in diesem Jahr 

(Die Welt, 2007)

„Die Stadt der träumenden Bücher“ handelt von Hildegunst von Mythenmetz, einem jungen Dinosaurier, der überraschend ein einzigartiges Manuskript erbt. Wer auch immer dieses Manuskript liest, muss gleichzeitig lachen und weinen und ist sofort völlig hin und weg von dem Buch. Um herauszufinden, wer dieses Meisterwerk verfasst hat, macht sich Hildegunst auf nach Buchhain, der Stadt der träumenden Bücher. Dort dreht sich absolut alles um Literatur und unser Held trifft die fantastischsten Wesen, Bauten und Bücher. Doch je mehr Leute er um Hilfe ersucht, desto gefährlicher wird sein Aufenthalt in Buchhain und schon bald findet er sich im Untergrund der Stadt, einem riesigen Labyrinth, wieder…

„In tiefen, kalten, hohlen Räumen
Wo Schatten sich mit Schatten paaren
Wo alte Bücher Träume träumen
Von Zeiten, als sie Bäume waren
Wo Kohle Diamant gebiert
Man weder Licht noch Gnade kennt
Dort ist’s, wo jener Geist regiert
Den man den Schattenkönig nennt“

„Die Stadt der träumenden Bücher“ ist wortwörtlich das fantastischste Buch, das ich bisher gelesen habe. Als ich vor ein paar Jahren das Buch zum ersten Mal durch hatte, war ich quasi fassungslos, wie eine einzige Person so unglaublich kreativ sein und eine derart dichte, fantastische Welt erschaffen kann. Walter Moers erfindet unzählige verrückte Wesen, eine Gesellschaft in der sich absolut alles um Literatur dreht und spickt sein Buch mit zahlreichen Gedichten, Zeichnungen und Anmerkungen. Hildegunst sebst ist als Dinosaurier wirklich noch das normalste Wesen auf den rund 480 Seiten.

Ich kann „Die Stadt der träumenden Bücher“ mit keinem anderen Buch vergleichen, es ist auf so viele Arten absolut einzigartig und eine Klasse für sich. Wer gerne liest, sollte Moers fantastischstes Werk (zu dem es mittlerweile zwei Nachfolger gibt!) augenblicklich auf seine Bücherliste setzen! Ich kann es wirklich nur wärmstens empfehlen.


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