2€ pro Tag – Letzter Tag & Fazit

Einleitung
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Tag 5 & 6


Der siebte und damit letzte Tag meiner „Essen-Für-2€-Pro-Tag“-Woche war kulinarisch durchwegs langweilig. Meine noch zwei übrigen, mittlerweile mehr als reifen Bananen gab es im Mixer püriert als Smoothie. Von der Wodka-Pasta hatte ich noch Reste und der restliche Tag bestand aus Toast und Reis. Und damit waren sieben Tage auch schon rum.


Am Anfang der sieben Tage habe ich für 14€ eingekauft, mich also für sieben Tage von 2€ pro Tag ernährt. Zugegebenermaßen, nicht ganz von 2€ pro Tag. Gewürze hatten wir bereits in der WG, genau wie eine Hot Sauce, Öl, usw.
Hätte ich das Ganze für einen Monat gemacht, wären diese Sachen, so lang wie sie reichen, auf den Tag umgerechnet wohl kaum ins Gewicht gefallen. Für diese eine Woche war es aber natürlich ein großer Vorteil.
Wahnsinn ist, wie viel ich an Lebensmitteln immer noch übrig habe. Eine halbe Packung Reis, eine Packung Haferflocken, 200g Linsen, eine Dose Bohnen, zwei Eier usw. Hätte ich gewollt, ich hätte mich noch länger nur davon ernähren können. Aber hätte ich das auch gewollt, hat es Spaß gemacht so zu essen?

Einerseits ja, andererseits nein. Natürlich hat nach einer Woche schon irgendwo die Abwechslung gefehlt. Und wenn man es wie ich nicht eh schon gewohnt ist, gesund und vegetarisch zu essen, wäre das Experiment unangenehmer gewesen. Klar werde ich mich nicht weiterhin ausschließlich von diesen Grundlebensmitteln ernähren. Selbst mir hängen Linsen-Bolognese und Reis mit Bohnen irgendwann zum Hals raus.
Aber toll war andererseits, nie groß drüber nachdenken zu müssen was man jetzt isst. Ich hatte ja eh keine riesige Auswahl und konnte meine paar Zutaten nur in so vielen Kombinationen zusammen in einen Topf oder den Teller werfen. Nicht einkaufen gehen zu müssen, war natürlich auch angenehm. Überhaupt, war jeglicher „Stress“ ums Essen total weg. Ich wusste immer, dass ich noch etwas da habe und das einfach essen werde, auch wenn ich jetzt grad Lust auf eine Pizza hätte. Ich musste mir absolut keine Gedanken mehr um mein Essen machen und hatte den Kopf für andere Dinge frei.

Als letzter positiver Punkt steht da natürlich die massive Geldersparnis. Ich hab mir auf ein paar Seiten angeschaut, was Studenten wohl durchschnittlich so für Essen ausgeben. Die meisten schreiben von 150-200€/Monat für Lebensmittel, 40-50€/Woche also. Das ist schon ein ganzes Stück mehr als meine 14€ und ich weiß, dass ich persönlich normalerweise jeden Monat mindestens diese 200€ für Essen ausgebe. Sich vorzustellen, was man mit dem gesparten Geld alles anstellen kann, hat die Woche auf jeden Fall einfacher gemacht.

Um zum Punkt zu kommen: Mir war schon am ersten Tag beim Blick in den vollen Einkaufswagen im Aldi klar, dass ich die Woche locker schaffen werde. Ich hatte wirklich massiv viel Essen für eine Woche, gerade durch so nahrhafte Sachen wie Reis, Haferflocken und Linsen.  Die zwar ausgewogene, aber langweilige Ernährung ödete am Ende der Woche natürlich an. Fuck, wie sehr ich eine Pizza wollte (und mir auch sofort gemacht habe) :D. Aber mir hat das Experiment wirklich nochmal vor Augen geführt, wie billig ich mich eigentlich gesund ernähren könnte. Wie wenig Geld ich für Essen ausgeben müsste  und wie viel ich letztendlich leider jeden Monat ausgebe. Da ist ne verdammt hohe Diskrepanz. Es öffnet einem echt die Augen. Falls jemand von euch auch nur ein kleines bisschen Lust bekommen hat, die 2€ (oder warum auch nicht 3€) pro Tag mal auszuprobieren, macht es! Es war echt ne witzige Herausforderung und hat mir etwas die Augen geöffnet, was meine Ausgaben für Lebensmittel angeht.


Ich habe mir während dieser Woche überlegt, das Ganze in naher Zukunft nochmal leicht abgewandelt zu versuchen – eine Woche, ohne Geld für Essen auszugeben. 0€ pro Tag. Foodsharing ist in Bayreuth mittlerweile wirklich angekommen, jeden Tag kann man irgendwo Brot, Salat, usw. abholen. Bei den 2€/Tag war die fehlende Abwechslung das Schlimme. Hier könnte es dann doch der Hunger werden. Würde das noch jemanden außer mir interessieren? Ich seh ja, dass den Blog hier mittlerweile doch einige Leute regelmäßig lesen. Schreibt mir doch nen kurzen Kommentar hier drunter oder sowas.

Vegetarischer Burger in Prag

Falls jemand übrigens gerne lesen möchte, ob und wie schwer es war in Prag vorletztes Wochenende vegetarisch, bzw. veganes Essen zu finden – Sira hat eine tolle Zusammenfassung auf ihrer Seite: Vegan in Prag

Bis dahin!

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