Donauwelle

07:30 Uhr. Die Sonne scheint. Der Bäcker hat noch Schokohörnchen. Der Fernbus kommt pünktlich. Mein Sitznachbar stinkt nicht. Stattdessen kann ich mit ihm eine volle Stunde über Smartphones reden. Ich liebe Smartphones.

Kennt ihr das,  wenn ihr einen Burrito esst und gegen Ende merkt, dass unten noch ganz viel Guacamole ist? Ihr dann Schluckauf wie blöd bekommt weil ihr euch bei den Chilis in einem Anfall übertriebener Männlichkeit mal wieder komplett überschätzt habt – aber einfach lächelt?

14.30 Uhr. Mittagsschlaf vorbei. Die Sonne scheint durchs Fenster. Das 7 Wochen alte Katzenbaby auf meiner Brust schläft noch. Die zweite Katze liegt zwischen meinen Beinen. Pizza in meinem Bauch. Draußen ist es warm.

Kennt ihr das, wenn ihr nach einem halben Stück Donauwelle eigentlich schon glücklich seid, aber dann kapiert, dass ihr noch ein halbes Stück vor euch habt? Ihr euch dann beim Versuch, die Kuchengabel Uri Geller mäßig zu verbiegen komplett lächerlich macht – aber einfach lächelt?

18:30 Uhr. Das Lieblingsbier kaufen. Gekühlt. Zu Freunden fahren. Im Audi R8 eines Kollegen. Jedes Mal wenn er beschleunigt, an den Europapark denken müssen. Zu acht den Abend ausklingen lassen und dabei dem Drang zu Rauchen widerstehen.

Kennt ihr das, wenn ihr am Morgen nach einer Feier Pizzareste im Kühlschrank findet? Ihr dann vor der Mikrowelle steht, wie ein scheiß Idiot dem Teller beim Drehen zu schaut – aber einfach lächelt?

Kennt ihr das, wenn ihr am Ende des Tages noch 60% Akku habt, weil ihr vielleicht nur zehn Mal aufs Handy geschaut habt? Ihr nur zwei WhatsApp-Bilder, aber 20 neue Erinnerungen habt, weil ihr euer Handy in den richtigen Momenten in der Tasche gelassen habt? Ich würde das gern öfters kennen.

Falls das jemand liest: Ich hoffe dein Mittwoch hat dich genauso zum Lächeln gebracht.

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